Nachwuchsgewinnung im Vordergrund

Tagung der Landesgruppe in Berg

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 BU: Gut besucht war auch heuer die Tagung für Mandatsträger in Bayern

Zum zehnten Mal trafen sich Mandatsträger des Reservistenverbandes aus ganz Bayern in Berg, Oberpfalz, um sich dem Thema Nachwuchsgewinnung für den Reservistenverband zu widmen. So wurde in unterschiedlichen Arbeitsgruppen von 70 Mandatsträgern aus ganz Bayern die Frage erörtert, wie junge Reservisten für ein  Engagement im Reservistenverband gewonnen werden können. Die Diskussionen mit Anregungen der Wehrdientsberatung  ergaben viele Vorschläge, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt. Dem Thema widmete sich in seinem Vortrag auch der Stellvertretende Befehlshaber im Wehrbereich IV – SÜDDEUTSCHLAND -, Brigadegeneral Johann Berger. So kämen ein Drittel der Reservisten aus Bayern, wie dieser betonte. Trotz der imposanten Zahlen sei jedoch auch hier ein Rückgang an Reservisten zu verzeichnen. Dass die Mitgliedergewinnung heute schwieriger geworden ist, liegt nicht an den Reservisten selbst, sondern vor allem an den Strukturveränderungen der Bundeswehr. Die Zahl der jährlich ausscheidenden Wehrpflichten und Soldaten auf Zeit hat sich in 25 Jahren von 1984 bis 2009 von mehr als 200 000 auf knapp über 50 000 reduziert. Dieser Rückgang des Potenzials wirke sich selbstverständlich ebenso auf die Mitgliedergewinnung der Reservisten aus, so Oberstleutnant Gerhard Horstmann, Dezernatsleiter für Reservistenarbeit im Streitkräfteamt aus Bonn. Aber auch andere Themengebiete wie die Veränderungen der Bundeswehr durch die Reduzierungen in der Fläche, die  in Bayern zu massiven Veränderungen geführt haben, wurden diskutiert. Brigadegeneral Berger sprach dies offen an und betonte, dass 1975 kurz nach seinem Eintritt in die Bundeswehr in Süddeutschlad zwölf Kampfbrigaden, fünf Divisionskommandos, eine Territorialbehörde, zwei Wehrbereichskommandos sowie 20 Verteidigungsbezirkskommandos existiert hätten. Heute im Jahr 2008, seien  es gerade noch drei Kampfbrigaden sowie drei Divisionskommandos. Und dies schlage sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung der Bundeswehr nieder, so Berger. ´Die Bundeswehr geht, die Reservisten bleiben`, lautet das Motto des Reservistenverbandes und: „Wir sind flächendeckend präsent“, so der Landesvorsitzende Bayern, Oberstleutnant der Reserve Prof. Dr. Friedwart Lender. Gerade aus diesem Grunde würden die Reservisten in der Fläche immer wichtiger und sie seien vor Ort die Einzigen, die als Ansprechpartner zu Fragen der Sicherheitspolitik Rede und Antwort stehen könnten.

Dr. Eberhard Grein

 

BU: Es wurde viel gearbeitet, aber ebenso eine Menge gelacht (v.l.): SFw Gerhard Stärk, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehr Verbandes in Süddeutschland, OTL d.R. und Landesvorsitzender Prof. Dr. Friedwart Lender, OTL d.R. Toni Resch, der mit der Ehrennadel des Reservistenverbandes in Gold ausgezeichnet wurde, Bürgermeister Helmut Himmler, BG Johann Berger, GM a.D. Jürgen Reichardt und OTL d.R. Dr. Eberhard Grein, Stellvertretender Landesvorsitzender des Reservistenverbandes in Bayern